Wir müssen aufhören, uns um die Sprache zu streiten, die unsere Überlieferungen verwenden. Letztlich liegt die Basis in der Spiritualität in Europa, die die Weisen, auch die Hexen aufgebaut und weitergegeben haben. Später, viel später erst haben viele Weise und leidenschaftlich gläubige Menschen diese Überlieferungen in die Ausdrucksweise ihrer Zeit übersetzt, sie haben sie aber nicht verändert oder gar außer Kraft gesetzt. Jesus von Nazareth, Buddha und der Prophet Mohammed, Hildegard von Bingen, Martin Luther und viele andere gehörten dazu. Kraft der modernen Möglichkeiten konnten sie sogar Organisationen gründen, was den Menschen zur „Hexenzeit“ vor 5000 Jahren schlichtweg nicht möglich war.
Und wer heute versucht, den einen gegen den anderen auszuspielen, verhält sich wie ein bockiges Kind. Warum sollten nur die Weihrauchräucherungen in der Kirche gut sein, die Räucherungen der modernen Hexen aber nicht? Warum plötzlich den Geburtstag Christi verlegen, nur um zu Mittwinter die Gläubigen an steuerpflichtige Vereinigungen zu binden. Die Mutter aller Richtungen heute ist die Spiritualität, manche Religionsanhänger und Esoteriker verhalten sich wie Teenager, die gegen die Eltern rebellieren, ohne zu wissen, warum.
Da gibt es alberne Sprüche, die ich höre: „So sei es“ ist ein Hexenfluch – Falsch: „So sei es“ ist die deutsche Übersetzung des Wortes „Amen“. Also, bitte liebe Hexengegner, erst informieren und dann meckern.
(Stefanie Glaschke, 10. November 2010 - Verwendung nur nach vorheriger Anfrage)
Die 13 Hexenregeln rufen zur Eigenverantwortung und zum respektvollen Umgang mit sich selbst und anderen. Sie werden weitergegeben, damit ein spirituelles Leben für den Einzelnen erleichtert wird. Wir können in Ihnen Hinweise auf einen positiven und achtsamen Umgang mit Körper, Geist und Seele erkennen. Wer sich konzentrieren kann und regelmäßig meditiert, erhält sich den wachen Geist, der für das bewusste Leben notwendig ist. Die Gesundheit zu achten und die Kräfte der Natur zu ehren und mit Ihnen im Einklang zu leben schafft die körperlichen Kräfte, die wir Erdenmenschen brauchen. Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und Achtsamkeit bei seinem Werk bewahren vor schlechtem Gewissen und lassen den Menschen seelisch wachsen. Besonders zu beachten ist, dass die Hexenregeln ein gemeinsames Bild von Liebe zu sich selbst und zu anderen Lebewesen zeichnen.
Und in den später gegründeten Religionen finden wir ähnliche Regeln, die den Umgang mit sich und der Umwelt regeln wollen. Vergleichen wir diese, erkennen wir die Parallelen deutlich. Wichtig ist nur immer, den zeitlichen und gesellschaftlichen Kontext zu berücksichtigen in der die Schriften verfasst wurden.
Nehmen wir hier das erste Gebot im Alten Testament, das gerade in der Zeit des Umbruchs für das jüdische Volk entstand. „Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ Das bedeutet nichts anderes als: Sei ganz und gar ausgefüllt von deiner Liebe zu Gott (damit war im jüdischen Volk nicht der christliche Gott gemeint) „Tu was du willst und schade keinem“ heißt nichts anderes: In der Liebe und Freiheit, die durch den Schöpfer ermöglicht ist, kann der Mensch ein gutes Leben führen – auf allen Ebenen.