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Kraut des Monats / Pflanze des Monats
Kürbis Der Kürbis gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen der Erde. Funde von Kürbissamen lassen sich bis auf die Zeit um 10.000 v. Chr. datieren. Ursprünglich verwendete man vor allem die Samen der Früchte, da sie eiweißreich, ölhaltig und gut lagerfähig waren. Das Fruchtfleisch von Wildkürbissen schmeckt bitter, erst durch die Zucht nichtbitterer Formen konnte man den Kürbis auch als Gemüse nutzen. Kürbisse wuchsen ursprünglich nur in Amerika, nach dessen Wiederentdeckung gelangten sie nach Europa. Hier kannte man bis dahin nur deren Verwandte, Gurken und Melonen, die aus Indien stammten. Heute werden Kürbisse als Gemüse, als Ölfrucht und als Dekorationsgegenstände genutzt, und eine Einteilung der mehr als 600 Sorten erfolgt in Speisekürbissen, Ölkürbissen und Zierkürbissen. Zu den häufigsten Arten zählen hierzulande der Riesenkürbis (Cucurbita maxima) und der als Garten- oder Speisekürbis bekannte Gewöhnliche Kürbis (Cucurbita pepo). Je nach Kultur und Sorte haben Kürbisse eine Größe von etwa einer Birne bis hin zu riesigen Früchten von mehr als einem Meter Durchmesser und einem Gewicht von 150 Kilogramm, in Einzelfällen sogar über 800 Kilogramm. Kürbisse sind auch die größten Beeren der Welt, denn wie auch bei ihren nahen Verwandten, den Tomaten, Gurken, Melonen oder den Stachel- und Johannisbeeren sind hier die zahlreichen Samen in das Fruchtfleisch eingebettet. ![]() Die Farbpalette der verschiedenen Kürbissorten reicht von weißen, hellgelben, orangenen, hell- und dunkelgrünen, hellgrauen, schiefergrauen bis zu fast schwarzen Kürbisfrüchten. Eine botanische Besonderheit des Kürbisses ist seine getrennt geschlechtliche Blüte. Auf einer Pflanze wachsen sowohl weibliche als auch männliche Blüten. Die Pollen der männlichen Blüten werden meist von Hummeln auf die weiblichen übertragen und es kommt zu einem reichlichen Fruchtansatz. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe eignet sich der Speisekürbis gut als Nahrungsmittel. Sein Fruchtfleisch ist reich an den Vitaminen A, C und E sowie an Carotinoiden. Die ebenfalls enthaltene Kieselsäure hat eine vorteilhafte Wirkung auf Haut, Nägel und Bindegewebe. Kürbiskerne enthalten bestimmte Pflanzenhormone, die sie wirksam bei Harn- und Prostataleiden sind. Unter anderem wird in der Steiermark ein samenschalenloser Ölkürbis angebaut, das Kürbiskernöl hieraus gilt wegen des nussigen Geschmacks als Delikatesse. ![]() Im Zweifelsfall, ob es sich bei einem Kürbis um einen Speise- oder einen Zierkürbis handelt, kann eine einfache Geschmacksprobe des rohen Fruchtfleisches Aufschluss geben. Zierkürbisse enthalten giftige Bitterstoffe, was man deutlich schmecken kann. Die bitter schmeckenden Sorten sind nicht genießbar. Das Kräuterlexikon von Anis bis Waldmeister findest Du hier.
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