Leseprobe aus dem neuen Buch "Die Genesis-Meditation"


Es werde Mut

Vielen Menschen fehlt es an Mut. Sie scheuen Veränderungen und fürchten sich vor vielen Risiken. Es gibt die Angst vor dem Versagen ebenso wie die Angst vor dem Erfolg, Angst vor Veränderung und Angst vor Krankheit oder Einsamkeit. Hätte ein Schöpfer Angst vor den Folgen seines Werkes gehabt, hätte es keine Schöpfung gegeben. In der Genesis wird nicht beschrieben, dass Gott Ratgeber befragt hätte oder akribische Pläne entworfen hätte. Vielmehr sah er seine Ergebnisse wohl eher wie eine Vision vor sich: „Es werde Licht!“ Erst danach, als das Licht schon geschaffen war, erkannte Gott, dass es gut war. Er ist also das Risiko eingegangen, das Licht würde ihm nicht gefallen oder seinem Werk nicht dienlich sein. Er schuf auch Lebewesen und zwar, ohne sich vorher eine Festung zu bauen. Er war überzeugt, dass lebendige Wesen gut sein würden, aber er ging auch das Risiko ein, dass seine Geschöpfe sich gegen ihn wenden könnten.

Genau dieser Mut ist auch von uns gefordert, wenn wir unser Selbst neu erschaffen wollen. Ein altes Wort für mutig ist „beherzt“. Auch „forsch“ und „unverzagt“ kennen wir als synonyme Begriffe. Wer mutig ist, hat demnach Herz, forscht und verzagt (verzweifelt) nicht. Mut ist eine Eigenschaft, die mit Neugier und Herz zu tun hat. Wir kennen den alten Ausdruck „sich ein Herz fassen“. Im Herz sitzt eine tiefe Kraft der Verbundenheit. Mut entsteht, wenn wir uns in Liebe und Gemeinschaft mit allem fühlen. Leg die Hand auf dein Herz, fass dir ein Herz und stell dir vor, dass die Natur in deinem Herzen pulsiert.

Visualisiere, wie sich in deinem Herzen eine grüne Pflanze ausbreitet, die nach außen ausstrahlt und dich mit deinen natürlichen Mitgeschöpfen verbindet. Du und die Wesen der Natur, ihr habt den gleichen Ursprung, und so wie der Baum einfach ein Baum ist, das Efeu einfach ein Efeu ist und der Fliegenpilz auch nichts von Persönlichkeitsproblemen weiß, kannst du einfach du selbst sein und deine Herzenskraft nutzen, um mutig zu sein. Das Gefühl von Verbundenheit motiviert dich, Mut zu zeigen und dich selbst zu erforschen. Und die Verbundenheit gibt dir die Kraft, durchzuhalten und unverzagt deinen Weg zu gehen. Ein sehr reales Beispiel ist die Verbundenheit mit Menschen, die wir lieben. Für einen Freund, den Partner oder gar das eigene Kind bringen wir oft einen Mut auf, den wir für uns selbst nicht zeigen würden. Die Umwelt braucht uns, deshalb können wir den Mut entwickeln, der aus der Verbundenheit entsteht. Um unseren Platz in der bestehenden Schöpfung zu finden, lohnt es sich, mutig zu sein. Schließlich strahlt uns dafür ein Gefühl von Akzeptanz und Wärme entgegen. Ohne Mut kommen wir in keine Veränderung und finden keine Kraft.

Daher ist eine Genesis-Meditation für Mut eine sehr sinnvolle und für viele Menschen notwendige Aufgabe. Die Vision von dir als mutigem Menschen stellt wahrscheinlich dar, wie du dich in einer Situation überwindest und genau das tust, was dein Mut dir plötzlich ermöglicht. Visualisiere, wie du mutig die Wahrheit sagst, die du vielleicht schon seit Jahren kennst und bisher nicht zu sagen wagtest. Oder du bist jetzt mutig genug, etwas zu beenden, was schon lange nicht mehr gut für dich ist. Vielleicht bist du in deiner Vision auch jetzt mutig genug, etwas zu beginnen, wovor du dich vorher gefürchtet hast. Quelle: Die Genesis-Meditation


Hier als eBook bei Amazon kaufen